PM-Zitate

Hier eine wenig geordnete Sammlung von Zitaten und Erkenntnissen als kondensierte Erfahrungen aus dem Projektleben und der Geschichte:

Projektvorbereitung und Spezifikation

  • Je umfangreicher, bedeutender und schwieriger ein Werk ist, desto mehr Vorarbeit muss geleistet werden (Allgemeingut)
  • Wer hohe Türme bauen will, muss lange beim Fundament verweilen. (Josef Anton Bruckner)
  • Eingefrorene Anforderungen und der Schneemann ähneln sich dahingehend, dass beide werden schmelzen, wenn nur genügend Hitze angewendet wird (frei nach Tom DeMarco)
  • Ein Anwender wird dir alles sagen, wenn du ihn danach fragst – aber leider nicht mehr – daher formulieren deine Fragen offen (Allgemeingut)
  • Die Kunst des Planes besteht darin, kommende Schwierigkeiten frühzeitig zu erkennen und zu berücksichtigen (Allgemeingut).
  • Ein Ziel das nicht formuliert wurde wird man auch nicht erreichen. (Allgemeingut)

Projektstart:

  • Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wirs nicht wagen, ist es schwer.
    (Seneca)

Resource-Management, Führung

  • Autorität wird nur dann nicht angezweifelt, wenn sie sich auf fachliche Leistung und untadelige menschliche Haltung gründet. (Gustav Heinemann)
  • Wer keine Hitze verträgt, hat in der Küche nichts verloren. (Harry S. Truman)
  • Die wertvollste Investition überhaupt, ist die in den Menschen. (Jean-Jacques Rousseau)
  • The worker is not the problem. The problem is at the top! Management! (W.Edwards Deming)
  • Der Fisch stinkt zuerst am Kopf (Allgemeingut)
  • Die Treppe fegt man von oben nach unten (Allgemeingut)
  • Everybody’s darling is everybody’s Arschloch. (Franz Josef Strauß)
  • Die wichtigsten Körperteile des Managers sind Herz, Bauch, Seele und Nase. Sie braucht er, um:
    •  mit dem Herzen zu führen,
    • dem Gefühl im Bauch zu vertrauen (auf die innere Stimme zu hören),
    • die Organisation zu beseelen,
    • zu riechen, daß etwas stinkt (Tom DeMarco)
  • Zu große Teams sind ebenso ein Garant für schlechte Planerfüllung wie zu kleine Teams (Eigene Erkenntnis)
  • Vergib deinen Feinden, aber vergiss ihre Namen nicht.  (John F. Kennedy)
  • Ein Schiff im Hafen ist sicher. Aber dafür werden Schiffe nicht gebaut. (Englisches Sprichwort)
  • Wir wissen, wir müssen alle den Gürtel enger schnallen, aber jeder fummelt am Gürtel des Nachbarn herum. So kann es nichts werden. (Otto Graf Lambsdorff)
  • Management ist die schöpferischste aller Künste – die Kunst, Talente richtig einzusetzen. (Robert McNamara)
  • Der eine wartet, daß die Zeit sich wandelt, der andere packt sie kräftig an – und handelt. (Dante)
  • Wenn man sagt, daß man einer Sache grundsätzlich zustimmt, so bedeutet es, daß man nicht die geringste Absicht hat, sie in der Praxis durchzuführen. (Otto von Bismarck)
  • Mehr als die Vergangenheit interessiert mich die Zukunft, denn in ihr gedenke ich zu leben. (Albert Einstein)
  • Mut ist nichts anderes als die Angst, die man nicht zeigt. (Sergio Leone)
  • Enten legen ihre Eier in aller Stille, Hühner gackern dabei wie verrückt. Was ist die Folge? Alle Welt ißt Hühnereier. (W.C. Fields)
  • Freiheit ist nur ein anderes Wort dafür, nichts zu verlieren zu haben..(Kris Kristofferson)
  • Alles in die Pfanne hauen ist leichter als Pfannkuchen backen. (Niederländisches Sprichwort)
  • Wer alle seine Ziele erreicht, hat sie wahrscheinlich zu niedrig gewählt. (Herbert von Karajan)
  • Machen Sie sich erst einmal unbeliebt, dann werden Sie auch ernst genommen. (Konrad Adenauer)
  • Erfahrung nennt man die Summe aller unserer Irrtümer. (Thomas Alva Edison)
  • Wer sich über Kritik ärgert, gibt zu, daß er sie verdient hat. (Tacitus)

Scope-Management / Ziele

  • Nachdem wir das Ziel aus unseren Augen verloren hatten, verdoppelten wir unsere Anstrengungen (Mark Twain)
  • Lieber ungefähr richtig als genau falsch. (Franz Josef Strauß)

Zeit-Management und Termine

  • Gäbe es die letzte Minute nicht, so würde niemals etwas fertig. (Mark Twain)
  • Es gibt unendlich viele Möglichkeiten, einen Tag zu vertun … aber keine einzige, ihn zurückzubekommen.(frei nach Tom DeMarco)
  • Du kannst einen Trottel dazu treiben, einen unhaltbaren Termin zuzusagen, aber du kannst ihn nicht dazu treiben ihn auch einzuhalten (frei nach Tom DeMarco)
  • An ein Versprechen oder eine Zusage erinnert man sich, die daran geknüpften Bedingungen werden schnell vergessen. (Frei nach Tom DeMarco)
  • Ich habe keine Zeit, mich zu beeilen. (Igor Strawinsky)
  • Die Stunde drängt, und rascher Tat bedarfs. (Friedrich Schiller)
  • Einszweidrei, im Sauseschritt Läuft die Zeit; wir laufen mit (Wilhelm Busch, Julchen)

Kosten

  • Je lächerlicher der Termin, desto teurer der Versuch, ihn zu halten.
  • Ein Projekt darf nie kürzer und günstiger als geplant sein.
    (Henri de Saint-Simon, 1760-1825)

Qualität, Glauben, Wissen und Irren

  • Nicht das, was wir nicht wissen, schadet uns, sondern das, was wir glauben zu wissen (frei nach Tom DeMarco)
  • To measure is to know. (J. C. Maxwell)
  • You can expect what you inspect.” (W.Edwards Deming)
  • Sage nicht alles, was du weißt, aber wisse alles, was du sagst! (Matthias Claudius)
  • Dumme Gedanken hat jeder, aber der Weise verschweigt sie. (Wilhelm Busch)

Projekt Durchführung

  • Wenn Du etwas schon immer so gemacht hast, dann ist die Chance sehr hoch, dass es vielleicht falsch ist. (frei nach Charles Kettering)
  • Misserfolg ist die Chance, es beim nächsten Mal besser zu machen.
    Henry Ford I.
  • Das Problem mit der Zukunft ist, dass sie eintrifft, bevor wie für sie gewappnet sind (frei nach Arnold H. Glasow)
  • Der Gebildete treibt die Genauigkeit nicht weiter, als es der Natur der Sache entspricht. (Aristoteles)
  • Unsere Hauptaufgabe ist nicht, zu erkennen, was unklar in weiter Entfernung liegt, sondern zu tun, was klar vor uns liegt. (Thomas Carlyle)
  • Zu mancher richtigen Entscheidung kam es nur, weil der Weg zur falschen gerade nicht frei war.(Hans Krallsheimer)
  • Wenn Dinge unter Kontrolle zu sein scheinen, da fährst Du einfach nicht schnell genug (frei nach Mario Andretti)
  • Von allen möglichen Auslegungen einer Nachricht ist die unbequemste in der Regel die Richtige. (Allgemeingut)
  • Wer Schreibt der bleibt (, wer nicht schreibt der geht). (Allgemeingut)
  • Wenn etwas nicht protokolliert wird, dann hat das in den allermeisten Fällen einen Grund. (Eigene Erkenntnis)
  • Fast nichts passiert ohne Grund oder Absicht (eigene Erkenntnis)
  • Alles, was schiefgehen kann, wird auch schiefgehen.(Murphy)
  • „Wenn es mehrere Möglichkeiten gibt, eine Aufgabe zu erledigen, und eine davon in einer Katastrophe endet oder sonstwie unerwünschte Konsequenzen nach sich zieht, dann wird es jemand genau so machen. (Murphy)
  • Projekte managen heißt Risiken managen (frei nach Tom DeMarco)
  • Kaum macht man’s richtig, schon klappts! (Allgemeingut)
  •  Mehrarbeit über einen längeren Zeitraum hinweg ist eine Methode zur Produktivitätssenkung. (Tom DeMarco)
  •  Kurze Perioden der Anspannung und sogar der Mehrarbeit können eine sinnvolle Taktik sein, weil sie die Konzentration der Mitarbeiter bündeln und das Gefühl für die Wichtigkeit der Arbeit erhöhen. Mehrarbeit über einen längeren Zeitraum hinweg aber ist immer ein Fehler.(Tom DeMarco)
  •  Vielleicht setzen Manager Druck deshalb so oft ein, weil sie nicht wissen, was sie sonst tun sollen, oder die schwierigeren Alternativen scheuen.(Tom DeMarco)
  • Was nicht auf dem Papier steht, wurde nie gesagt.  (Allgemeingut)
  • Mitleid bekommt man geschenkt, Neid muss man sich erarbeiten/verdienen. (Allgemeingut)
  • Neid ist die aufrichtigste Form der Anerkennung (Wilhelm Busch)
  • Wenn man die Erlaubnis benötigt einen Sumpf trockenzulegen,  dann darf man nicht die Frösche befragen (frei nach Mark Twain)
  • Auch in der Tat ist Raum für Überlegung. (Goethe)
  • Ein Chef, der wissen will, wer zu spät kommt, muss früh aufstehen. (Robert Lembke)
  • Lebbe geht wieder . (Dragoslav „Stepanovic )
  • Was man ernst meint, sagt man am besten im Spaß (Wilhelm Busch)

Fortschritt, Beschleunigung und Change

  • Fortschritt ist nur möglich, wenn man intelligent gegen die Regeln verstößt. (Boleslaw Barlog)
  • Du kannst die <hier Dienstleiters Namen> in den Arsch treten, so dass sie 3 Meter weit fliegt.  Sie bleibt aber dennoch als toter Hund liegen. (Kollege Scholz)
  •  Menschen unter Druck denken nicht schneller. (Tom DeMarco)
  • Change ist der (zügige) Übergang zwischen eine stabilen Zustand vorher zu einem stabilen Zustand nachher. (Frei nach Peter Kruse)
Projektmanagementtools und Project Schedule
  • Das was die meisten für einen Projektplan halten ist eigentlich die Project Schedule – z.b. eine Microsoft-Project Datei . (eigene Erkenntnis)
  • Ein Projektplan ist mehr als eine Microsoft-Project Datei (Erfahrung gemäß PMI)
  • Über Tools streitet man nicht – ein Tool garantiert noch keinen Erfolg. (eigene Erkenntnis)
  • Viele Tools sind überdimensioniert und verfügen über  unnötige und sinnlose Funktionen. (eigene Erkenntnis)
  • Ich habe nichts gegen Microsoft – nur etwas gegen Bläh-Software. ( Wau Holland)
  • Wer zu früh eine detaillierte Project Schedule formuliert, formuliert Quatsch (eigene Erkenntnis)
  • Die meisten sehr detaillierten Projektpläne bilden eine Scheinrealität ab (eigene Erkenntnis)

 Peter Kruses 8 Regeln für völligen Stillstand in der Organisation

  • Führungskräfte sollten sich ganz raus halten oder versuchen, alles im Griff zu haben – wechseln Sie zwischen den Extremen.
  • Je mehr Gerüchte, desto besser. Diskussionen über Ziele und Inhalte möglicher Veränderungen sollten konsequent nur auf der informellen Ebene geführt werden.
  • Zetteln Sie möglichst viele Aktivitäten gleichzeitig an, sorgen Sie für ständige Überforderung.
  • Rufen Sie einen umfassenden Wettbewerb aus, machen Sie klar, daß bei Ihnen wirklich nur der Einsatzbereiteste überlebt.
  • Es sollte ausgiebig und unnachgiebig nach den zentralen Verursachern von Problemen gesucht werden. Analysieren Sie, verändern Sie nichts.
  • Es sollte auf keinen Fall öffentlich über Sinn und Unsinn von bestehenden Regeln diskutiert werden.
  • Beschlüsse sollten auf der formellen Ebene möglichst schnell konsensfähig sein, um dann informell ausgiebig in Frage gestellt zu werden.
  • Die Veränderungsgeschwindigkeit auf Beschlussebene sollte stets größer sein, als auf der Umsetzungsebene. Sorgen Sie stets für maximale Beschlussdynamik bei minimaler Umsetzungsdynamik.